Numbrs leitet umfassende Restrukturierung ein

  • Maßnahmen sehen Senkung der Kostenbasis um mehr als 50 Prozent und Stärkung der Ertragsbasis durch neue Produkt-Partnerschaften vor. 
  • Finanz-App wird weiterhin in vollem Umfang inklusive der neu in diesem Jahr hinzugekommenen Funktionalitäten, wie die Aggregation von Kryptowährungskonten, im deutschen Markt angeboten und unterstützt.  
  • Numbrs hält am Markteintritt in Großbritannien für Sommer 2020 fest.

Zürich, 07. Mai 2020 – Die Numbrs Personal Finance AG („Numbrs“), Anbieter der führenden unabhängigen Finanz-App im deutschen Markt, leitet ein umfassendes Restrukturierungsprogramm ein.

Dies hat das Unternehmen heute angekündigt. Hintergrund ist, dass eine neue Finanzierungsrunde im hohen zweistelligen Millionenbereich trotz rechtsverbindlicher Unterschrift nicht zustande gekommen ist.

Um den fortlaufenden Betrieb der Firma in einem Umfeld zu sichern, das im Bereich der Startup-Finanzierung auf absehbare Zeit von großen, durch die COVID-19-Pandemie verursachten Unsicherheiten geprägt sein wird, hat Numbrs heute zudem mit der Umsetzung eines umfassenden Programms zur Kostensenkung und zur Realisierung von bisher ungenutzten Ertragspotenzialen begonnen. Ziel des Programmes ist es, die Fixkosten um mehr als 50 Prozent zu senken und die Ertragsbasis durch konsequente Realisierung bisher ungenutzter Potenziale zu stärken.

Die Numbrs-App wird weiterhin in vollem Funktionsumfang im deutschen Markt angeboten und unterstützt. Dies umfasst auch in diesem Jahr neu hinzugekommene Funktionalitäten wie die Möglichkeit, Kryptowährungskonten in Bitcoin, Ethereum und Litecoin über die App zu aggregieren. Auch die im Rahmen der Einführung der neuen Schnittstellen von Banken zu Drittanbietern durch die zweite EU-Zahlungsverkehrsrichtlinie (PSD2) vereinzelt noch auftretenden technischen Probleme werden weiterhin IT-seitig zügig adressiert und behoben. Darüber hinaus hält Numbrs am Markteintritt in Großbritannien fest, der unverändert für Sommer 2020 geplant ist.

Der geplante Organisationsumbau könnte zu einem Abbau von bis zu 62 Mitarbeitern am Firmensitz in Zürich führen - dies würde knapp 50 Prozent der Gesamtbelegschaft des Unternehmens entsprechen. Die Numbrs-Mitarbeiter wurden heute von der Geschäftsführung über die Restrukturierungspläne informiert. Im Rahmen einer vom Schweizer Arbeitsrecht vorgesehenen vierwöchigen Konsultationsphase haben sie nun die Möglichkeit, eigene Vorschläge einzubringen, wie der Organisationsumbau bestmöglich gestaltet werden kann. Erklärtes Ziel der Geschäftsführung ist eine sozialverträgliche Lösung für alle Betroffenen zu finden und Härtefälle zu vermeiden.

Darüber hinaus hat Numbrs bereits vor zwei Wochen eine vollständige Virtualisierung der Organisation eingeleitet. Dies bedeutet, dass die gesamte Belegschaft von Numbrs weiterhin im Homeoffice arbeiten wird.

“Wir bedauern es außerordentlich, dass wir aufgrund der aktuellen Entwicklungen ein Restrukturierungsprogramm einleiten müssen und werden alles tun, um diesen Prozess so sozialverträglich wie möglich zu gestalten“, erklärte Fynn Kreuz, Managing Partner der Numbrs Personal Finance AG. „Im Namen der Geschäftsführung möchte ich bei allen Numbrs-Mitarbeitern um Verständnis werben, dass wir uns ebenso wie viele andere Startup jetzt auf eine längere Durststrecke einstellen müssen. Neben dem Nutzerwachstum, das für uns bislang absolute Priorität hatte, liegt der Fokus nun darauf, weitere Erlöspotenziale unserer User-Community zu realisieren und unsere Kostenstrukturen zu optimieren.“

Numbrs ist weiterhin eine der meistgenutzten Multibanking-Apps in Deutschland. Das Unternehmen blickt trotz der aktuell herausfordernden Phase zuversichtlich in die Zukunft und hält an seiner Vision fest, Numbrs zur weltweit führenden Multibanking-App zu entwickeln. Die für das laufende Geschäftsjahr formulierte strategische Planung bleibt unverändert bestehen.

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